Die grüne Lunge der Korber Höhe: der Finkenberg

Der Finkenberg, eine Erdaufschüttung am Rande der Korber Höhe gelegen, wurde umgewidmet und kann nun endlich von der allgemeinen Bevölkerung genutzt werden.
Als Gartenschau Projekt begonnen konnten die urbanen Gärten auf dem Finkenberg den Bewohnern des Stadtteils reiche Ernte einbringen. Mit der Remstal-Gartenschau den Finkenberg mit einzubeziehen und Essbares anzupflanzen wurde eine neue Ära eingeleitet. Beim Säen, Jäten und Ernten hat sich eine Gemeinschaft aufgetan, bei der junge Eltern, Kindergärten sowie Senioren ihren Spaß haben.
Auch das Gartenschau Maskottchen Remsi inspirierte. Die Bürgeraktion Korber Höhe bemalte 30 Remsis und kennzeichnete mit ihnen die Wege auf dem Finkenberg und die Urbanen Gärten. Aus den 17 Hochbeeten sind nunmehr auch ein Kürbis und Kartoffelacker und weitere blühende Flächen entstanden.
Die Stadt pflanzte Kirschbäume und unterstützte die Gärtner mit einem Gartenhaus.
Der Insektenpfad, ein Projekt das durch tatkräftigen Einsatz von Frieder Bayer zustande kam führt zum Aussichtspunkt mit Bienenwohnungen und bietet mit zahlreichen, seltenen Kräutern auch menschlichen Naschkatzen Nahrung. Zur Pflege und zur Nutzung sind alle eingeladen. Der Keyhole Garden, eine neue Variante der Kräuterspirale muss nach Ende der Gartenschau versetzt werden. Auch der zweite Aussichtspunkt auf dem Bürgerberg bietet einen schönen Blick, hier wurden steinfeste Sitzgelegenheiten geschaffen.
Durch Teilnahme des Finkenbergs an der Remstal-Gartenschau-Ausstellung mit den Urbanen Gärten und das aktuelle Konzept der Jugendfarm mit den Tierställen wird es weiterhin gelingen, die Bürger für Aktivitäten in der Naherholungsanlage zu begeistern.
Seit 2013 ist es uns mit großer Ausdauer gelungen, das Konzept aufzubauen und mit vielseitigen Veranstaltungen, auch mit der Stadt, immer mehr das Interesse der Bürger jeglichen Alters zu wecken.
Der Haushaltsantrag der SPD, der Jugendfarm Mittel in Höhe von 500.000 € für Baumaßnahmen (Kleintierställe und Farmhaus) zur Verfügung zu stellen, war ein entscheidender Schritt, der Jugendfarm Leben einzuhauchen. Das hat das Nachdenken über den weiteren Fortgang der Jugendfarm auf den Weg gebracht. Die problemlosen Verhandlungen über den Kooperationsvertrag mit der Stadt WN waren ein weiterer wichtiger Meilenstein. Entscheidend dabei ist das gegenseitige Vertrauen, das zwischen den Parteien gewachsen war. Darüber hinaus ist natürlich die finanzielle Unterstützung ein Meilenstein, auf deren Basis die Jugendfarmler jetzt vernünftig und effektiv Ideen umsetzen können.
Der professionelle Start der Jugendfarm mit der Sozialpädagogin Regine Lutz hat der Bewegung einen immensen Aufschwung gegeben.
Seit Sommer veranstaltet die Naturpädagogin auf der Jugendfarm und bei den experimentellen Gärten regelmäßig nachmittags gestalterische Kindertreffs. Bei Schneefall könnten die Hänge des Finkenbergs zu Rodelbahnen umfunktioniert werde, mit Respekt vor der Natur.
Das letzte Highlight ist die Erteilung der Baugenehmigung für die Kleintierställe, die ohne die vorherigen Schritte nicht denkbar gewesen wäre. Mit aktuellem Ratsentscheid werden im Frühjahr die ersten Kleintiere in Ställen untergebracht. Erste Bewohner der Jugendfarm wären dann pünktlich zu Ostern die belgischen Riesen.
Die Solidarität zwischen der BAKH, den Urbanen Gärten und der Jugendfarm war ein wesentliches begleitendes Element, die Jugendfarm auf den Weg zu bringen. Wenn die Stadtverwaltung den positiven Geist nicht wahrgenommen hätte, der mit den Aktivitäten der Jugendfarmler auf der Korber Höhe mit einherging, wäre das Projekt nicht so schnell auf den Weg gekommen.
Der Finkenberg wächst zusammen. Mit dem gelungenen Erntedankfest und dem Sommerfest der Bürgeraktion Korber Höhe wird der Finkenberg von vielen Organisationen genutzt. Mit dem Finkenberg ist eine soziale, generationsübergreifende Gemeinschaft auf der Korber Höhe entstanden, die Vorbild für weitere Aktivitäten sein kann.